DIEPHOLZ Nicht zum ersten Mal hat Conrad Breitenbach, Kirchenvorsteher in der St. Michaelis-Kirchengemeinde, ein Krippenspiel für einen Weihnachtsgottesdienst geschrieben. Jetzt setzte er passend zur Kirche, die den Namen des Erzengel Michaels trägt, drei Engel ein, die zwar fromm, aber doch recht locker, um nicht zu sagen „cool“, ein Krippenspiel begleiten. Für die Kinder und Erwachsenen ein tiefgründiges „Theater“, um einmal mehr wieder zu wissen, warum das Weihnachtsfest gefeiert wird. Alles dreht sich um die Geburt des Heilandes. Und das im Altarraum der Kirche unter dem Kreuz. Ein weiterer tiefsinniger Ansatz, da das Kreuz für die Auferstehung eben dieses Heilandes steht und das Osterfest für die Christen das weit bedeutendere Fest ist. Die drei Engel Raphael, Gabriel und Michael in leuchtenden Westen kommentieren in heutiger Sprache das Geschehen von vor über 2000 Jahren im jüdischen Land. Sie lassen anklingen, wie ungern Fremde aufgenommen werden „Sie hatten keinen Platz in der Herberge“ und diskutieren über ihre Aufgaben als Boten Gottes. Seit zehn Wochen probt Breitenbach mit der Vorkonfirmandengruppe der Gemeinde dieses Stück ein. Zu den Spielszenen mit Maria, Josef, dem Wirt und Soldaten wird im Kontext von einer Sprecherin der original biblische Text gelesen. Ein Stück, dass Aufmerksamkeit verlangt, durch Musik, Beleuchtung und Requisite alle in den Bann zieht und bestimmt den Kern der Sache deutlich erkennen lässt. hb

Text & Foto: H. Bredemeyer

Am 10. Oktober hatten wir einen weitgereisten Gast in unserer Gemeinde zu Besuch. Es war Herr Eichholz, der Bischof von Bischkek. Mitgebracht hatte ihn Pastor Giesecke von Bergh, der Leiter der Osnabrücker Gruppe des Gustav-Adolf Werkes, dem Diaspora Werk der Evangelischen Kirchen in Deutschland.

v.l.: Bischof Eichholz, Pastor von Bergh

Während Herr Bergh durch den Gottesdienst leitete, berichtete Bischof Eichholz in seiner Predikt von den Erfahrungen und Erlebnissen in der ehemaligen Sowjetrepublik Kirgisistan und den wenigen lutherischen Christen darin. Umso lebhafter und mitreißend nahm die Gemeinde Anteil an seinen Worten. Seine eigene Geschichte mit einer ehemaligen Lehrerin beeindruckte am meisten. Die St. Michaelis Gemeinde bedankt sich ganz herzlich für diesem gelungenen und außergewöhnlichen Gottesdienst. Hier wirkte Gottes Segen!

Bild : G. von Bergh ; Text:  C. Breitenbach

 

 

Am 5. Juli 2015 haben Pastorin Iveta Thamm und Pastor Cord-Michael Thamm der Gemeinde folgendes mitgeteilt:

„Nach fünf guten Jahren als Pastoren des Verbundenen Pfarramts in der St. Michaelisgemeinde in Diepholz werden wir zum September mit unserer Familie nach Osnabrück ziehen, um dort jeweils neue berufliche Herausforderungen anzunehmen. Pastorin Thamm wird mit einer halben Stelle auf Kirchenkreis-Ebene die Besuchsdienstarbeit in den Gemeinden durch Ehrenamtlichen-Gewinnung und Fortbildungsangebote stärken und diese dann mit den Seniorenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen der Stadt vernetzen. Pastor Thamm wird mit einer vollen Stelle Gemeindepastor in der ev.-luth. Thomaskirchengemeinde im Stadtteil Dodesheide. Wir blicken im Guten und dankbar auf diese gemeinsame Zeit mit Ihnen und Euch hier in der St. Michaelisgemeinde zurück und wünschen allen drei Kirchengemeinden in Diepholz weiter eine gute Zusammenarbeit und Gottes reichen Segen. “

 Verabschiedung Thamm

Zu dem Verabschiedungsgottesdienst für Ehepaar Thamm am Sonntag, 9. August um 15 Uhr in der St. Michaeliskirche mit anschließendem Empfang sind Sie recht herzlich eingeladen.

Foto: Helge Bredemeyer

 

zum 01.10.2015 oder später (volle unbefristete Pfarrstelle),

die/der Bewährtes weiter entwickelt, gleichzeitig Gestaltungspielraum hat und dem Gemeindeleben neue Impulse vermitteln kann.

Wir sind

  • eine gastfreundliche Gemeinde im südlichen Stadtteil von Diepholz mit einem Gemeindezentrum, das vielen Gruppen Platz und Raum für ihre Aktivitäten bietet
  • gemeinsam mit der St. Nicolaikirche und der Kreuzkirche Sankt Hülfe-Heede „Kirche für Diepholz“

Wichtige Elemente unseres Gemeindelebens sind

  • eine lebendige Gemeindearbeit, die von motivierten Ehrenamtlichen getragen und unterstützt wird
  • eine starke Seniorenarbeit mit einem wöchentlichen, von Ehrenamtlichen organisiertem Angebot
  • eine diakonische Ausrichtung, die die Menschen vor Ort in den Blick nimmt
  • eine Kirchenmusik mit einem engagierten Chorleiter, der neue Angebote entwickeln möchte

Wir wünschen uns eine Theologin / einen Theologen, die / der

  • sich den diakonischen und seelsorgerlichen Herausforderungen in unserer Gemeinde stellt
  • die Kinder-, Konfirmanden- und Jugendarbeit innerhalb der drei Gemeinden im Verbundenen Pfarramt in Diepholz stärkt vor allem die gemeindeübergreifenden Projekte „Diepholzer Kinderkiche“ und „Jugendtreff“

Wir bieten

  • ein geräumiges Pfarrhaus mit 5 Schlafzimmern, 2006 umfangreich saniert,
    mit Balkon, Terrasse und Garten
  • eine denkmalgeschützte Kirche in künstlerisch-modernem Stil (geweiht 1963)
  • eine Kita und eine Krippe in Anbindung an die Gemeinde und das Gemeindezentrum
  • einen engagierten Kirchenvorstand, der ein gutes Miteinander pflegt
  • ein Hauptamtlichen-Team mit Küsterin, Gemeindesekretärin, Kita-Leiterin und nebenamtlichem Kirchenmusiker

 

Die Besetzung der Pfarrstelle erfolgt im Ernennungsverfahren. Ihre Bewerbung richten Sie an das Landeskirchenamt.

 

Für weitere Informationen stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung:

Superintendent Klaus Priesmeier

Tel. 05441 / 3420 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Marion Bloch, Vorsitzende des Kirchenvorstandes

Tel. 05441 / 3985 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.michaelis-diepholz.de

 

 St. Michaelis: „Wort & Musik“ zum Gedenken an das Ende des 2. Welkrieges.

 Diepholz – Zum Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges in Europa vor 70 Jahren fand am Freitag die dritte Veranstaltung des Jahres mit dem Titel „Wort & Musik“ in Diepholz statt.

In zahlreichen Texten, Liedern und Orgelwerken wurde an den 8. Mai 1945 als Tag der Kapitulation, aber auch als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus in Deutschland und als Datum des Neubeginns nach der erlittenen Vergangenheit erinnert. Die Vortragenden waren Pastor Cord-Michael Thamm, Marion Bloch, Wilfried Gerke und Andreas Mundhenke aus dem Kirchenvorstand. Musiziert wurde von Jan-Phillip Kock.

Vor 70 Jahren, nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, war Deutschland zweigeteilt: Die Einen trauerten alten Idealen und Orientierungspunkten nach, Andere waren froh, Leid und Unrecht überstanden zu haben und nun in Frieden weiterleben zu können. Viele Menschen hatten durch den Krieg ihre Heimat oder Verwandte verloren und standen vor einer ungewissen Zukunft. An die Verhältnisse 1945 und an die Ungewissheit, die in Deutschland herrschte, wurde in verschiedenen Schriftstücken erinnert. Persönliche Erinnerungen und Memoiren von Diepholzern wurden verlesen; es wurde deutlich, wie verschiedene Menschen den Krieg erlebt hatten. Neben bewegenden Texten von Autoren wie Volker von Törne, Rainer Brambach oder Bertolt Brecht spielte auch die Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zum 40. Jahrestag der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1985 eine zentrale Rolle bei „Wort und Musik“. So gedachten die etwa 50 Teilnehmer in der Kirche der Befreiung 1945 nicht unbedingt als Tag zum Feiern, sondern vor allem als Tag der ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Schicksale.

Der 8. Mai, so heißt es in der Rede von Weizsäckers, sei kein Grund, sich an Siegesfeiern zu beteiligen. Doch er konnte als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte erkannt werden. Die musikalische Leitung der Gedenkveranstaltung oblag Jan-Phillip Kock. Gespielt wurden unter anderem Stücke von Komponisten wie Frédéric Chopin und Johann Sebastian Bach. Doch auch in gesungenen Liedern erinnerte man sich an die deutsche Vergangenheit und ihre Folgen. „Wort und Musik“ stand unter dem Zeichen des Gedenkens. Deutschland dürfe nicht vergessen, was geschehen war, sondern müsse sich bewusst erinnern und aus der Vergangenheit lernen. Die Deutschen müssten sich in der Welt umsehen und Fehler, die in früheren Zeiten begangen wurden, wieder gut machen. Dementsprechend ging die Kollekte an die Aktion Sühnezeichen, die sich für eine Verständigung zwischen den Völkern und Kulturen, die sich im zweiten Weltkrieg gegenüberstanden, einsetzt, sowie auch an die Flüchtlingsarbeit der Diakonischen Katastrophenhilfe in Syrien.

Text mit freundlicher Genehmigung von

Elia Fricke