„Begegnungen zwischen Großstadt und Wildnis“: Unter diesem Motto stand die diesjährige Jugendfreizeit der St. Michaeliskirchengemeinde aus Diepholz. Unter der Leitung von Pastor Cord-Michael Thamm, Pastorin Iveta Thamm und zwei weiteren Teamern ließen sich 20 Jugendliche vom 26.07.2012 bis 07.08.2012 auf dieses Abenteuer ein.

Sonnenuntergang Norwegen

Früh morgens startete die Gruppe in einem Autokonvoi bestehend aus drei Autos, von denen eines vom Autohaus Asbree & Sohn in Diepholz zur Verfügung gestellt wurde,  vorerst Richtung Frederikshavn in Dänemark, wo die erste Nacht verbracht wurde. Es folgte eine entspannte, achtstündige Fährüberfahrt nach Oslo bei strahlendem Sonnenschein. Nach einer kleinen Odyssee durch die Großstadt Oslo kamen schließlich alle wohlbehalten in der Unterkunft an, die die norwegische Partnergemeinde in Nordberg, am Stadtrand Oslos, zur Verfügung gestellt hatte. Am nächsten Tag führte ein norwegischer Freund durch Oslo. Dort wurde der Vigelandsparken unter starkem Regen besucht. Durch die nasse Überraschung wurde spontan das Rathaus besichtigt, das auch als Ort der Friedensnobelpreisverleihung bekannt ist. Am Abend erfuhren die Teilnehmer dann erstmals die norwegische Natur in Gestalt des Sees Sognsvann. Tags darauf besuchte die Gruppe einen Freiluftgottesdienst der Partnergemeinde im besonderen Ambiente alter Klostergemäuer. Einen abschließenden Höhepunkt bot der nachmittägliche Besuch des  Holmenkollen, der berühmten Skisprungschanze über den Dächern Oslos. Mit dem Anbruch der neuen Woche begann auch ein neuer Abschnitt der Freizeit, denn nach dem Aufenthalt in der Großstadt folgte nun eine Woche auf einer typisch norwegischen Hütte, die allerdings nur zu Fuß in einer zweistündigen, fordernden Bergwanderung erreicht werden konnte. Oben angekommen erwartete die Gruppe ein schöner Ausblick auf die grandiose Landschaft um den See Gjerdingen, dessen Ausmaße etwa denen des Dümmers entsprechen. Die folgenden Tage stellten sich als sehr abwechslungsreich heraus, die Gruppe wuchs zu einer guten Gemeinschaft zusammen und schaffte es gemeinsam alle größeren und kleineren Probleme zu lösen. Auch der Verzicht auf Dusche und WC wurde schnell akzeptiert. Nach sieben ereignisreichen Tagen auf der Hütte hieß es dann „Ha det Norge – Hallo Deutschland!“ In Diepholz angekommen gab es einen Abschied voller Emotionen mit dem Versprechen, sich wiederzutreffen.
Verfasst von Michel Lorenz, der als Jugendlicher an der Norwegenfreizeit teilgenommen hat